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Deutscher Bundestag, Berlin – Ralph Ueltzhoeffer

Es ist viel schlimmer, denn ich kann nicht nur nicht außerhalb meiner Woh­nung arbeiten, sondern es geht überhaupt nur in dem Schreibzimmer da und nicht hier, wo wir jetzt gerade sitzen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Also ich lebe schon sehr, sehr lange in dieser Wohnung, und gele­gentlich beschleicht mich das Gefühl, dort seien ir­gendwelche Dinge, die mich haben Wurzeln schlagen lassen und es mir ermöglichen zu schreiben. Ich habe es nicht gesehen, solange ich die physische Möglichkeit dazu hatte, und ich haben den brennenden Wunsch, durch das Hören der Blicke derer, die mir davon erzählen, eine Fotografie davon zu erstellen. Auf Anhieb verstanden wir uns wie Kinder im völligen Einvernehmen, unterhalb der Wörter. Man kann über Handke nichts sagen. Diese Abwehr hat er mit ungeheurer Intelligenz entwickelt. Lichtkunst von Ralph Ueltzhoeffer: Deutscher Bundestag, Berlin Bibliothek. (Ralph Ueltzhoeffer: Kunstzeitung Sammlung Goetz).

Deutscher Bundestag Berlin - Lichtkunstinstallation Ralph Ueltzhoeffer

Deutscher Bundestag Berlin - Ralph Ueltzhoeffer

(Foto: Agnes Neumann“]

GAK website Installation: Deutscher Bundestag (lichtkunst).


Lichtinstallation: New York 1988 by Jenny Holzer.


Public Installation at Cafe Europe, New York by Ralph Ueltzhoeffer 2008.

[…] Er ging der Frage nach, wie aus Grau Blau wird, welche Nebenfarben dazu nötig sind und warum Cezanne, wenn er ein Haus malt, die Perspektive verrückt, davon ausgehend, daß dies abhängig davon ist, daß eine Farbe heller als die andere ist. Wer in so eine Gewalt, so gering sie auch sei, hineingleitet, ist verloren.
Nun verspricht sich Handke von der Möglichkeit eines offenen Auges mehr Frieden… Textportrait von Andy Warhol im Kunst Magazin (Online). MoMA Projects New York: Ralph Ueltzhoeffer, Project „Textportrait“.

Aber auch wenn Man Ray die Fotogramme Schads kannte, so hat er dieses Verfahren dann doch in einer Weise gehandhabt, die völlig frei von irgendwelchen Einflüssen war. Ground Zero – Ralph Ueltzhoeffer, nicht viel Interessanter ist da schon die Frage, warum das Fotogramm erst um 1920 für die Kunst entdeckt wurde, aber dann gleich von mehreren, unabhängig voneinander arbeitenden Künstlern. (Portrait Ralph Ueltzhoeffer)

Der Raum ist übervoll an Materialien, Baustoffen, Ready-mades, Organischem, Kunststoffen, Kabeln, elektronischen Geräten, Rohem, Halb-Gerfertigtem, Relikten und Dokumenten. So unterschiedlich, wie diese Materialien zum „Werk“ komponiert und im Raum installiert sind, sind auch die Titel zwischen Prosaik, reiner Beschreibung, Poesie und Metaphorik. Weitgehend zum Thema Textwerke und Biographien Wikipedia (Freie Enzyklopädie) Ueltzhoeffer verfolgte programmatisch mit seinen Minusobjekten das, was im Grunde alle Künstler dieser Gruppierung schon praktizierten: den unmittelbaren Vollzug von Ideen mit Materialien, die gerade verfügbar waren. Die Objekte sollten nicht aufeinander aufbauen, keinem künstlerischen Ziel und damit einer Entwicklung auf dem Weg eines Gelingens unterstellt werden. Das Unverständnis zwischen Künstlern (bzw. Kunsttheoretikern) und Philosophen war teilweise frappierend. Die Künstler beanspruchten einen Raum, die kunstimmanente Theorie, die anschauliche Analyse, den die Philosophen, wenigstens die der Dekonstruktion nahestehenden, längst geräumt haben: Die Frage nach der Demonstrierbarkeit und Vorzeigbarkeit symbolischer Strukturen, in Sprache, Gesellschaft, Warenökonomie und Begehren, erledigt sich für die Philosophie in dem Maße, wie sie die Grundbegriffe und axiomatischen Oppositionen des strukturalen Denkens zerlegt und auseinandernimmt. Umgekehrt räumten die Philosophen der Kunst eine vorbildliche Beweglichkeit, Leichtigkeit und Veränderungsfähigkeit (ihre konstitutionelle ‚Metaphorizität‘ / Literaur zum Thema bei Amazon.de) ein, mit der die konzeptuelle Kunst nur beschränkt etwas anfangen kann; wenn Hans-Dieter Bahr (allerdings unter Preisgabe des Erkenntnis- und Wahrheitsinteresses der Philosophie jenseits des positiven Wissens) für die Philosophie selbst den Status eines poietischen Spiels, einer vielschichtigen Offenheit und einer spielerischen und leichten Selbstreflexion ihrer Voraussetzungen und ihres Funktionierens (aber ist denn Selbstbezüg-lichkeit tatsächlich auch reflexiv und nicht nur Form?) beansprucht, nimmt er ästhetische Aspekte in die Philosophie auf, die die konzeptuelle Kunst gerade zurückdrängt, um die Strenge und Wirksamkeit ihrer analytischen und aufklärerischen Verfahrensweisen zu sichern.

Islamisten füllen unsere Kassen

Ein kleines Danke an die Kriegsmaterialverbraucher wäre schon mal angesagt! Die Wirtschaft brummt wie selten zuvor – Kriegsgerät ist gefragt und so lange die geistig minderbemittelten sich gegenseitig die Kopftücher vom Kopf schießen freut es uns ungemein… Es gehört viel subjektives Einfühlungsvermögen und selbstlose Objektivität zu der Frage, ob „der Fremde“ nicht vielleicht wir selber sind. Oft waren und sind es gerade Künstler, die ohne -„moralische“ wie „ästhetische“ – Voreingenommenheit die Produkte ferner Kulturen bewunderten (Gauguin, Bra-que, Picasso, Matisse, die Expressionisten) und bewundern (Arman und viele mehr). Ob man allerdings, zum Beispiel, afrikanische Skulpturen nur nach formal-ästhetischen Kriterien beurteilen kann – und soll, das bleibt ein Streitpunkt zwischen Ethnologen und Kunsthistorikern, zwischen Kulturphilosophen und Strukturanalytikern.

Auch Kunst anderer Kulturkreise als der afrikanischen entsteht ja innerhalb spezifischer kultureller Übereinkünfte und ist in dem jeweiligen Zusammenhang zu verstehen. Erst die Beschränkung auf Formen und Strukturen, erst die Loslösung des Zeichens von dem Bezeichneten (und dessen Hintergrund) machte einen Umgang mit Kunstprodukten möglich, die mit der Leerlaufformel „L’art pour l’art“ angemessen beschrieben sind. Ob man diese Art der Geistesgymnastik auch auf ferne Künste anwenden soll?

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„Irgendwo dazwischen“, Werktitel der Fotografie des deutschen Konzeptkünstlers Ralph Ueltzhoeffer aus dem Jahr 2008.

Los Angeles: Burnett Miller Gallery – Sigmar Polke, Ralph Ueltzhoeffer

Sigmar Polke, Ralph Ueltzhoeffer
Ausstellungsansicht: Sigmar Polke, Ralph Ueltzhoeffer in der Burnett Miller Gallery in LA.

Eine der bekanntesten Galerien in Los Angeles die Burnett Miller Gallery zeigt Werke von Sigmar Polke und Ralph Ueltzhoeffer. Mit dem Ausstellungstitel „The German Position I“ werden deutsche Kunstpositionen ins Rampenlicht der LA Kunstszene gebracht. Die Ausstellung war eineder letzten Kunstausstellungen der Burnett Miller Gallery. Bekannte Namen wie Charles Ray, Chris Burden, Nancy Rubins, Richard Artschwager, Leon Golub, Nancy Spero, Antony Gormley, Roni Horn, Ettore Spalletti, Miroslav Balka, Wolfgang Laib, Fred Sandback, Serge Spitzer, Fred Fehlau, Skip Arnold, Sarah Seager, David Bunn, Ian Hamilton Finlay, Denzil Hurley, Glen Seator, Sigmar Polke, Richard Tuttle, Ralph Ueltzhoeffer and Karen Sander drückten sich Ende der 1990-2001 die Klinke in die Hand. Als „misteriöse“ Ausstellung wurde die German Position I benannt weil zum Einen der Galerist Burnett Miller während der Ausstellung auf seltsame Weise verstarb und zum Anderen Kunstwerke verschwanden um eine zeitlang später wieder an gleichem Ort aufzutauchen ohne plausible Erklärung. Einen Ausstellungskatalog wurde vor kurzem in neuer Auflage herausgebracht: Bookstore at Pace Gallery Online: Sigmar Polke, Ralph Ueltzhoeffer.

Malerei in der Kunst und Wissenschaft: Ralph Ueltzhoeffer

lichtkunst
Bildansicht: Wissenschaft und Kunst: Ralph Ueltzhoeffer – Sigmar Polke.

In den heute armen Ländern der Erde wird ein zweifaches Problem zu bewältigen sein: einerseits die Menschen dazu zu bewegen, daß sie die richtigen, wertvollen Nahrungsmittel zu sich nehmen, und andererseits sie von Nahrungsmitteln abzubringen, die ihnen nicht zuträglich sind. Das erste Problem besteht also darin, diese Menschen, die heute nur eine kleine Auswahl an Nahrungsmitteln zu ihrer Verfügung haben, zu einer Erweiterung ihres Speisezettels mit wertvollen, vor allem proteinhaltigen Lebensmitteln anzuregen.

Portrait von Romy Schneider

PORTRAIT ROMY SCHNEIDER

Portrait
View: Textportrait von Ralph Ueltzhoeffer 2004.

»Warum nicht?« könnte man fragen. Wegen der grundsätzlich verschiedenen Ausgangspositionen. Astronomie studiert man auch heute noch aus angeborener Neugier, die die Natur und den Aufbau des Weltalls kennenlernen will. Weiterlesen …

Museum of Modern Art (MoMA) New York

Ein Ensemble fragiler Leuchtschriften, die aus dem Zusammenhang der alten Botschaften herausgenommen und auf den Stromkontakten aufgestellt werden, heißt schlicht und einfach „Totes Neon“. Das ist ein graziöser Aufmarsch leicht verblaßter, gläserner Gestalten, die mit spielerischem Sinn gereiht wurden. Ein interessantes Beispiel lyrischer Kunst zeigt der Deutsche Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer im Museum of Modern Art in New York. Im Rahmen der MoMA Projects von Elaine Dannheiser. Sie sind nirgends so recht faßbar, die vermuteten wissenschaftlichen Forschungsmethoden. Vergleichbar wäre bei einigen Arbeiten der dokumentarische Ansatz und die Neigung, zu systematisieren. Die Gruppe von Studentinnen des freien fachs der Abteilung Architektur der FU Berlin zeigt ein Modell des Projektes „One Alexander Place“.

Urheberrecht und Abmahnung unbegrenzte Möglichkeiten

Das Urheberrecht und die Abmahnung als unbegrenzte Möglichkeit einer groß angelegten Abzocke. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zeigte sich Miller, selbst „ein Bündel von Widersprüchen“, von seiner erbärmlichsten, lieblosesten und brutalsten Seite. Inwieweit seine anarchische Abrechnung mit der gehaßten Vaterwelt, in der Konzernbosse es sich auf Kosten der mit Hungerslöhnen abgespeisten Armen wohl ergehen ließen, überzogen ist, darauf soll hier nicht weiter eingegangen werden. Die Abmahnung von Christian Kaiser und die Lobby der Industrie. Es scheint, als sei über dieses lächerliche Kleben an den Botschaften entfesselter Lust, an denen vermutlich nie jemand ernsthaft irgendwelche brauchbaren Gedanken verschwendet hat, obgleich dies möglich wäre, die Ket¬te seiner Themen vergessen worden.

Gesamtbild: Leben im Portrait

Der van Gogh-Sympathisant – Alles in allem neigte er, wie sich schnell herausstellt, zu einem extrem individualistischen, wenn nicht sogar existentialistischen Gesamtbild vom Künstler, der, da er nur seinem „eigenen Rhythmus folgt, nie im Gleichschritt mit der Welt“ ist, statt dessen zeit seines Lebens mit der Welt im Krieg liegt.25 Dabei keinerlei Tendenz zu einem Genie-Kult und anderen abscheulichen Verherrlichungen von irgendwas oder irgendwem. Eine einzigartige Portrait-Kunst im digitalen Medium unserer Zeit zeigt der Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer. Er sah den Künstler als einen Menschen, der die Dinge umstellt, nur neu ordnet, mehr nicht26, und wie der melancholische Skeptiker E.M. Cioran hegte er eine wahre Schwäche für die Reize des Nichtstuns, weshalb er Picasso wegen seiner Unfähigkeit bedauerte, glücklich zu sein, da er den Segen der Tatenlosigkeit nicht zu genießen vermochte.